AMbAV

Betriebliche Altersvorsorge


Pensionszusage

Bei der Pensionszusage werden dem Arbeitnehmer Versorgungsleistungen direkt durch den Arbeitgeber zugesagt. Es besteht also ein direkter Anspruch gegen den Arbeitgeber. Der Arbeitgeber kann zur Absicherung und Ausfinanzierung eine Rückdeckungsversicherung abschließen.

Aufgrund des direkten Anspruch des Arbeitnehmers muss der Arbeitgeber während der Anwartschaftsphase Pensionsrückstellungen bilden. Es erfolgt insofern eine Bilanzberührung.

Die Pensionszusage aus Sicht des Arbeitgebers

  • Durch die Passivierung in der Anwartschaftsphase kommt es zu einem Liquiditätsgewinn, da die Rückstellungen den Unternehmensgewinn schmälern und hierdurch auf diesen Betrag keine Betriebssteuern zu entrichten sind.


  • Die Rückdeckungsversicherung ist in ihrer Gestaltbarkeit praktisch unbegrenzt. Es gibt keine Beschränkungen wie z.B. bei der Direktversicherung. Lediglich die Angemessenheit der Rentenbezüge ist zu prüfen, d.h. die Gesamtbezüge aus der Gesetzlichen Rentenversicherung, aus der Pensionszusage und aus anderen Versorgungszusagen wie Direktversicherung oder Pensionskasse dürfen 75 % der momentanen Vergütung des Mitarbeiters nicht übersteigen.


  • Bei Einkommen unterhalb der BBG können bei Arbeitnehmerfinanzierung Beiträge zur Sozialversicherung eingespart werden - dies gilt natürlich auch für den Arbeitgeberanteil!


  • Es müssen Beiträge zur Insolvenzsicherung an den Pensions-Sicherungs-Verein auf Gegenseitigkeit (PSVaG) geleistet werden


  • Die Pensionszusage erfordert die Verwaltung durch den Arbeitgeber
Die Pensionszusage aus Sicht des Arbeitnehmers

  • Sozialversicherungsfrei bei Entgeltumwandlung bis zu 4 % der BBG


  • Nachgelagerte Besteuerung im Rentenalter mit Freibeträgen


  • Beim vorzeitigen Ausscheiden keine private Fortführung möglich