AMbAV

Betriebliche Altersvorsorge


Allgemeines zur betrieblichen Altersversorgung

Bei betrieblicher Altersversorgung sagt der Arbeitgeber seinem Mitarbeiter Versorgungsleistungen für den Fall zu, dass bestimmte biometrische Ereignisse (Rente, Invalidität, Tod) eintreten.

Seit dem 01.01.2002 hat jeder Arbeitnehmer einen Anspruch darauf, über seinen Arbeitgeber einen Teil seines Bruttogehaltes für betriebliche Altersversorgung aufzuwenden (sogenannter Entgeltumwandlungsanspruch). Neben dem Aufbau einer Zusatzrente oder einer Invaliditätsabsicherung erwachsen dem Arbeitnehmer meistens auch steuerliche Vorteile hieraus.

Neben diesem gesetzlichen Anspruch gibt es aber für Unternehmen noch einen weiteren guten Grund für die Durchführung von betrieblicher Altersversorgung. Ein gutes Gehalt reicht zum "Halten" bewährter und zum Akquirieren neuer Mitarbeiter heute oft nicht mehr aus. Gerade bei Besserverdienenden bleibt von jedem erarbeiteten Euro aufgrund Steuern und Sozialabgaben nicht mehr allzu viel übrig. Ferner entstehen einem Unternehmen Lohnnebenkosten, die weder die Absicherung der Mitarbeiter verbessern noch langfristig einen Ertrag abwerfen.

Zudem sichert die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) nur noch ca. 60 % des bisherigen Nettoeinkommens ab. Hier wird allerdings vom so genannten Eckrentner ausgegangen, einem Arbeitnehmer, der 45 Jahre lang durchschnittlich verdient und aus diesem Verdienst in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat. Aufgrund von u.a. immer länger andauernden Ausbildungszeiten ist diese 60 %-ige Versorgung allerdings praktisch kaum zu erzielen. Bei Besserverdienenden ist die Versorgungslücke sogar noch größer, da Beiträge zur Sozialversicherung immer nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze ermittelt und abgeführt werden.